Aus der Chronik

 

Die Geschichte

Anno 1758 wurde die Stand Schützengesellschaft Lauerz gegründet. Sie schossen damals von der Mülimatt Richtung Wald unterhalb des Chälenbüels. Die Distanz von Schussabgabe bis zum Zeigerstand betrug damals aber nur geschätzte 150 Meter. Neben der Lauerzer Schützengesellschaft gab es in Lauerz zu dieser Zeit aber auch noch die Feldschützen. Dies ergab sich aus der Einführung des Obligatorischen auf Stufe Bund. Die Obligatorisch Pflichtigen durften aber für die Erledigung Ihrer Schiesspflicht nicht die Scheiben der Schützengesellschaft benutzen. So führten sie Ihre Übungen von der kleinen Schwanau Richtung Pappelenrank aus, an dessen Hang die Scheiben standen. Des weiteren gab es damals sogar noch die Armbrustschützen Lauerz. Für diese drei Vereine wurde dann auch - wie damals üblich - eine Stiftung unter dem Namen „Sebastians Bruderschaft“ ins Leben gerufen. Diese Stiftung wurde dann auch vom Bischoff in Chur offiziell abgesegnet. Aus dieser Zeit stammt auch die Statue des „Schützenbaschi“ welcher an den Gedächtnisgottesdiensten jeweils auf dem Seitenaltar steht.

Im Jahr 1926 wurden die Vorschriften für das Obligatorisch-Schiessen geändert. So wurde unter anderem die Distanz auf 300 Meter vereinheitlicht. Da beide Anlagen in Lauerz zu kurz waren, musste der Schiessbetrieb auf beiden Anlagen eingestellt werden. Für die nächsten paar Jahre fand man bei den Steiner Schützen Unterschlupf, ehe man in den Büölern einen idealen Standort fand. Die 3 Lauerzer Vereine wurden 1930 zu einem einzigen Verein - der heutigen Standschützengesellschaft Lauerz - zusammengeführt.

1932 fand das Standeinweihungsschiessen statt, und nur 2 Jahre später durfte die StSG Lauerz auch bereits ein erstes Mal das Schützenbundschiessen organisieren. Zu dieser Zeit hat man auch mit der Ausbildung von Jungschützen begonnen. Anton Zgraggen - unser noch heute aktives Ehrenmitglied - war unter den ersten Lauerzer Jungschützen.

Aus dieser Zeit stammt auch der Lauerzer Ausschiesset. Der Lauerzer Ausschiesset ist im Kalender als „Lauerzer Chilbi“ eingetragen und findet jährlich am Dienstag nach dem Martinsmarkt statt. Er ist noch heute Bestandteil des Jahresprogrammes der StSG Lauerz, und hat schon zu manchen gemütlichen Stunden geführt.

Alle 5 Jahre organisieren die Lauerzer Standschützen das traditionelle Burg-Schwanau Schiessen. Erstmals wurde im Jahr 1974 um den Burg-Schwanau-Kranz geschossen. Die 10. Durchführung folgt voraussichtlich im Jahr 2009.

Das Schützenhaus und der Zeigerstand der Lauerzer Standschützen wurde immer den neuesten Gegebenheiten angepasst. So wurde 1984 der Zeigerstand erneuert. 10 Jahre später folgte die elektronische Trefferanzeige. Und zu guter Letzt mussten aus Gründen des Lärmschutzes im Jahr 2001 Schallschutztunnels montiert werden.

Die Lauerzer Standschützen bemühen sich jährlich im Auftrag der Gemeinde um die Organisation des Obligatorischen und des Feldschiessens. Des weiteren sind An-, Cup-, und Ausschiesset sowie Feldschiessen feste Bestandteile unserer Jahresmeisterschaft, welche durch Auswärtige Schiessen immer ideal ergänzt wird.
 

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